Sitzungsprotokoll Psychotherapie: Was rein muss und wie du Zeit sparst

Sitzungsprotokoll Psychotherapie: Was rein muss und wie du Zeit sparst

Autor: Joshua Quattek Keywords: Sitzungsprotokoll Psychotherapie, Sitzungsprotokoll schreiben, Therapiedokumentation Lesezeit: ~8 Minuten


Einleitung

Als Psychotherapeut:in weißt du: Nach jeder Sitzung wartet die Dokumentation. Manchmal 10 Minuten, manchmal 20 – und in komplexen Fällen auch mal 30 Minuten. Bei 25 Sitzungen pro Woche sind das 6 bis 8 Stunden reine Schreibarbeit.

Die gute Nachricht: Ein Sitzungsprotokoll ist kein Literaturwettbewerb. Es muss nicht perfekt sein – aber es muss die richtigen Inhalte haben.

Dieser Artikel zeigt dir:

  • Was gesetzlich ins Sitzungsprotokoll muss (§ 630f BGB)
  • Welche Inhalte die Krankenkassen bei PTV-Anträgen erwarten
  • Wie du strukturiert dokumentierst – ohne dich zu verzetteln
  • Wie du Zeit sparst, ohne Qualität zu opfern

Keine juristischen Spitzfindigkeiten. Nur das, was du in der Praxis brauchst.


Was muss ins Sitzungsprotokoll? Die rechtlichen Anforderungen

§ 630f BGB: Die Behandlungsdokumentation

Das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 630f) verpflichtet dich zur Dokumentation. Aber was genau muss rein?

Pflichtinhalte nach § 630f Abs. 2:

  1. Datum und Uhrzeit der Sitzung
  2. Anamnese (bei Erstgespräch bzw. relevante Änderungen)
  3. Diagnosen (ICD-10 bzw. ICD-11 ab 2027)
  4. Therapeutische Interventionen – was wurde gemacht?
  5. Verlauf und Wirkungen – wie hat der Patient reagiert?
  6. Einwilligungen (z.B. für bestimmte Interventionen, Weitergabe von Daten)

Wichtig: Es geht nicht um Wortwörtliches Transkript. Dokumentiert wird der Kern der Sitzung – therapeutisch relevant, nachvollziehbar, aber nicht jedes Detail.

Was die Krankenkassen erwarten

Wenn du PTV-Anträge stellst (Probatorik, Kurzzeittherapie, Langzeittherapie), prüfen Gutachter:innen deine Sitzungsprotozit: Gute Dokumentation ist keine Zeitverschwendung

Ein Sitzungsprotokoll ist mehr als Bürokratie. Es ist:

  • Rechtlicher Schutz – bei Gutachten, Beschwerden, Haftungsfragen
  • Therapieplanung – du siehst, was funktioniert und was nicht
  • Qualitätssicherung – Verlauf wird sichtbar

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Pflicht nach § 630f BGB: Datum, Diagnose, Intervention, Verlauf, Einwilligungen
  • Struktur hilft: Thema → Intervention → Reaktion → nächster Schritt
  • Vermeide Fehler: Zu vage, zu unstrukturiert, keine Verlaufsdokumentation
  • Zeit sparen geht: Strukturiere während der Sitzung, nutze Textbausteine, probiere Spracherkennung oder KI-Tools

Nächste Schritte:

  1. Prüfe dein letztes Sitzungsprotokoll mit der Checkliste oben
  2. Überlege: Wo verlierst du die meiste Zeit? (Struktur? Formulierung? Tippen?)
  3. Probiere eine Strategie aus dieser Anleitung

Brauchst du Unterstützung? Schau dir an, wie duktus Therapeut:innen hilft, Sitzungsprotokolle in unter 2 Minuten zu erstellen – DSGVO-konform, auf deutschen Servern, mit voller Kontrolle.

Zurück
Zurück

KI-Tools für Psychotherapeut:innen im Vergleich (2026)

Weiter
Weiter

5 Dokumentations-Fehler, die dich als PiA Zeit und Nerven kosten