Warum ich duktus gebaut habe (und warum mich der KI-Hype in der Psychotherapie frustriert)
Hallo, ich bin Joshua, ich studiere Data Science in Berlin und habe duktus.ai gegründet – ein KI-Tool für die Therapiedokumentation.
Der Markt für "KI in der Therapie" macht mich fertig.
Da draußen werden gerade Produkte verkauft, die mit ein paar zusammengeschusterten API-Calls und einer hübschen Oberfläche so tun, als würden sie Therapie revolutionieren. Manche versprechen "automatische Diagnosen". Andere schicken Patientendaten durch amerikanische Server und hoffen, dass es niemand merkt. Wieder andere sind so offensichtlich von Leuten gebaut, die noch nie in einer Praxis gearbeitet haben, dass es wehtut.
Und das Schlimmste: Viele spielen mit dem eigentlichen Sinn von Therapie. Als wäre Dokumentation nur lästiger Papierkram, den man "wegautomatisieren" muss – statt ein wichtiger Teil des therapeutischen Prozesses.
Das ist nicht die Zukunft, die ich will.
Ich glaube an gute Software. Software, die Therapeut:innen unterstützt, nicht ersetzt. Die den Datenschutz nicht als Marketing-Checkbox behandelt, sondern als Grundvoraussetzung. Die erschwinglich ist, weil Psychotherapeut:innen ohnehin schon genug finanzielle Hürden haben.
Mein Anspruch mit duktus:
DSGVO-Konformität ohne Kompromisse. Server in Deutschland. Keine Daten, die irgendwo hingeschickt werden, wo sie nicht hingehören.
So gut wie möglich. Nicht "gut genug für ein MVP", sondern so durchdacht, wie ich es hinbekomme.
So günstig wie möglich. Weil gute Tools nicht nur für Praxen mit großem Budget da sein sollten.
Ist duktus perfekt? Nein. Ich baue es weiter, höre auf Feedback, verbessere ständig. Aber der Anspruch bleibt: Ein Gegengewicht zu dem ganzen halbgaren Zeug da draußen.
Wenn dir das zusagt, probier es aus. Und wenn du Ideen hast, wie ich es besser machen kann – ich höre zu.